Dem Dichter Thomas A. hatte geträumt, wie er dem Herausgeber der flugschrift erzählte, dass er gerade dabei gewesen sei, ihm und dem Graphiker seine Vorstellungen, die neue f- betreffend, mitzuteilen, wobei Thomas A. eine Ausgabe einzig mit Fotoarbeiten, also ganz ohne Text, im Kopf hatte, während er auf die so genannte Posterseite zeigte und sagte: „Man könnte die Seite wie ein Brettspiel anlegen und ein wirkliches Brettspiel daraus machen“, woraufhin der Graphiker erwiderte, dass es Ilse Kilic gewesen sei, die eine solche Ausgabe bereits gemacht hätte. Dann wäre er aufgewacht, sagte Thomas A. und habe sich im Halbschlaf (schlofdeppert) gedacht: „Wozu mache ich mir darüber Gedanken, ich habe ja schon eine Ausgabe gestaltet und werde sicher nicht noch einmal gefragt.“ Was zu der Frage führt, warum nicht ein Autor die Idee, die ein anderer Autor praktiziert (ausgelebt) hat, nicht auch praktizieren (ausleben) und warum das für die flugschrift eine Bedeutung haben sollte. Denn die flugschrift schloss fast nichts aus, hatte dafür aber kein Gesetz parat, und ging auch einfach weiter.
Die Dichter würden ja nicht weniger, sagte der Herausgeber plötzlich, im Gegenteil, sie würden ständig mehr und obwohl die Grenzen immer weiter zunahmen, nahm auch die Grenzenlosigkeit zu oder dehnte sich aus. Also bat der Herausgeber den Dichter Thomas A. seinen Traum aufzuzeichnen, um diesen im die Arbeit an den einzelnen Ausgaben dokumentierenden Blog der flugschrift, der zu einer poetischen Fundgrube erweitert werden sollte, zu veröffentlichen. Doch der Dichter meinte, dass die Geschichte wohl ein bisschen zu dünn dafür sei. Natürlich hinge so ein Text, entgegnete der Herausgeber, nicht nur vom Inhalt ab, nicht einmal von der Form, eher jedoch noch von der Form als vom Inhalt, sagte er, sondern von der Entschlossenheit, der Intensität, der Offenheit und also der Hingabe an das zu Schreibende.