OUT NOW : flugschrift N° 53 Lucas Cejpek QUER ZUR SCHREIBLINIE >>

Ausgabe Nr. 53 der flugschrift mit dem Titel Quer zur Schreiblinie gibt uns Einblick in die Arbeitsweise des Wiener Autors und Regisseurs Lucas Cejpek. Dabei handelt es sich um frühe Formgebungen des zu Erzählenden: ein Blatt A 4 in der Mitte geteilt, darauf erste Sätze – mit Hand verfasst. Bis zur „endgültigen“ Form, nämlich jener der Veröffentlichung, dauert es, braucht es seine Überschreibungen, sein Danebenschreiben, Danebenschreiten, Fortführen und Wortführen, Geschehen lassen und Zusammenfügen…

Ob man die Text-Bilder entziffern kann, ob sie Bezug aufeinander nehmen und welche Teile mit anderen in Kontakt stehen oder in eine Bewegung treten (kooperieren), ist die eine Seite, die andere, dass sie sichtbare körperliche Erscheinungsformen des Autors beim Wahrnehmen Denken Erzählen darstellen, somit auch den Willen des Autors zur Form zeigen, das richtige Wort zu treffen, es womöglich auch wieder gehen zu lassen etc.

Man kann nachlesen (-sehen), was gestrichen worden ist, kann dem Rhythmus der Linienführung beim Schreiben und also (fast) dem Akt des Schreibens selbst beiwohnen, wenn man ihm zu folgen bereit ist – mit dem ganzen Körper oder nur mit den Augen, kann den Unterstreichungen folgen…

Zuletzt: Das Durchscheinen des Einen im Anderen, das sich womöglich vereint, eine neue Form der Verbindung schafft, wenn man die flugschrift auffaltet, sie entfaltet, die Seiten durchscheinend…

„Ich schreibe zuerst mit Bleistift, auf der Rückseite von bedrucktem Kopierpapier, und nachdem ich meine Texte abgetippt und ausgedruckt habe, überschreibe ich sie noch einmal mit der Hand. Um weitere Ergänzungen machen zu können, muss ich das Blatt drehen, bis es voll ist.“

Lucas Cejpek, geboren 1956 in Wien, aufgewachsen in Graz, Mitarbeit im Forum Stadtpark (Theater und Literatur), freier Mitarbeiter beim ORF Steiermark (Literatur und Hörspiel), 1990 Übersiedlung nach Wien, Theater- und Hörspielregie, freier Schriftsteller. Romane, Essays, zuletzt: Du siehst Gespenster und nichts in der Minibar, Sonderzahl 2024.

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